Dr. Jiri Blazek in WELT und WELT AM SONNTAG: Der Trend zurück zur Natürlichkeit

07. 11. 2026

Wenn aus dem Wunsch nach Veränderung der Wunsch nach dem eigenen Körpergefühl wird: WELT Online und WELT AM SONNTAG berichten über den zunehmenden Trend, ästhetische Eingriffe rückgängig zu machen – und haben dazu auch Dr. med. Jiri Blazek interviewt.

Wie verändert sich unser Verständnis von Schönheit? Und was passiert, wenn eine ästhetische Veränderung, die man sich einst bewusst gewünscht hat, irgendwann nicht mehr zum eigenen Körpergefühl passt?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich zwei Veröffentlichungen von WELT: ein Artikel auf WELT Online sowie ein Beitrag in der Printausgabe der WELT AM SONNTAG vom 25. Oktober 2026. Unter dem Titel „Ich wollte meinen alten Körper zurück“ beleuchtet die Journalistin Josie Rath ein Phänomen, das in der ästhetischen Chirurgie zunehmend an Bedeutung gewinnt: Frauen entscheiden sich bewusst dafür, frühere Beauty-Eingriffe rückgängig machen zu lassen.

Wenn sich Schönheitsideale verändern

Dr. med. Jiri Blazek bei einer Operation
Bild: Dr. med. Jiri Blazek bei einer Operation. In seiner Praxis gewinnen auch Korrektureingriffe zunehmend an Bedeutung.

Der Artikel erzählt die Geschichten von Frauen, die sich nach Jahren mit Brustimplantaten oder wiederholten Hyaluron-Behandlungen wieder ein natürlicheres Erscheinungsbild wünschen. Dabei geht es nicht zwangsläufig um medizinische Komplikationen. Häufig verändern sich vielmehr die persönlichen Vorstellungen von Schönheit, die Lebensumstände oder schlicht das eigene Körpergefühl.

Dr. med. Jiri Blazek, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Berlin, berichtet im Interview von einer deutlichen Zunahme solcher Korrektureingriffe in seiner Praxis. Während er noch vor einigen Jahren ein bis zwei Brustimplantat-Entfernungen jährlich durchführte, sind es mittlerweile etwa zehn bis 15 pro Jahr.

Seine Beobachtung deckt sich mit einer Entwicklung, die auch international zu erkennen ist: Der Wunsch nach einem möglichst natürlichen Erscheinungsbild gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Weniger ist mehr – Natürlichkeit als neues Schönheitsideal

Besonders bei Brustoperationen beobachtet Dr. Blazek einen Wandel der ästhetischen Vorstellungen. Kleinere, weichere und natürlich wirkende Brüste, gegebenenfalls mit Eigenfett statt Implantaten, entsprechen immer häufiger den Wünschen seiner Patientinnen.

Auch im Bereich der ästhetischen Gesichtsbehandlungen zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Ein frisches, erholtes Aussehen ist gefragt – allerdings möglichst ohne sichtbare Spuren eines ästhetischen Eingriffs.

Dabei ist eine wichtige Erkenntnis: Ästhetische Veränderungen lassen sich nicht immer problemlos rückgängig machen. Implantatentfernungen, Bruststraffungen oder die Korrektur langjähriger Filler-Behandlungen können komplexe Eingriffe sein und erfordern eine sorgfältige individuelle Planung.

Gute Beratung bedeutet auch, Nein zu sagen

Ein zentraler Aspekt des Interviews ist für Dr. Blazek die Bedeutung einer ehrlichen und verantwortungsvollen Beratung. Nicht jeder ästhetische Wunsch sollte automatisch umgesetzt werden.

In seiner Praxis legt er deshalb großen Wert darauf, zunächst die persönlichen Beweggründe und Erwartungen seiner Patientinnen zu verstehen. Entscheidend ist für ihn, ein realistisches Bild der Möglichkeiten zu vermitteln und gegebenenfalls auch von einem Eingriff abzuraten, wenn dieser aus medizinischer oder ästhetischer Sicht nicht sinnvoll erscheint.

Denn moderne ästhetische Chirurgie bedeutet nicht, jedem Schönheitsideal hinterherzulaufen. Vielmehr geht es darum, individuelle Wünsche, natürliche Proportionen und ein langfristig stimmiges Ergebnis miteinander in Einklang zu bringen.

Wir freuen uns über die Aufmerksamkeit, die WELT Online und WELT AM SONNTAG diesem wichtigen Thema und der Entwicklung in der ästhetischen Chirurgie widmen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier:

WELT Online: „Ich wollte meinen alten Körper zurück“ – warum Implantate und Filler jetzt wieder verschwinden